Ganz einfach Stromkosten senken
Gemäss Elektrizitätskommission Elcom steigen 2024 die Strompreise für Haushalte im Durchschnitt um 18 %. Weder Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer noch Mieterinnen und Mieter haben Einfluss auf den Preis, doch sehr wohl auf die Stromrechnung – mit der Umsetzung einiger einfacher Tipps zum Stromsparen.
Im Durchschnitt kostet die Kilowattstunde (kWh) im kommenden Jahr 32.14 Rappen für Haushalte. Das ergibt bei vier Personen im Einfamilienhaus (ohne Wärmepumpe, Elektroboiler und Elektroheizung) mit einem Verbrauch von knapp 4500 kWh eine Stromrechnung von rund 1450 Franken. Der 4-Personen-Standard-Haushalt in einem Mehrfamilienhause benötigt gut 3000 kWh, so dass die Stromkosten bei 960 Franken liegen. Das Potenzial, die Kosten zu senken, bietet sich in einer Mietwohnung und in einem Eigenheim ohne Komforteinbusse vor allem in drei Bereichen: Beleuchtung, Standby-Verbrauch, effiziente Gerätenutzung.
Beleuchtung
Für die Beleuchtung entspricht heute die LED-Technik dem Stand der Technik. Mit dem Ersatz von Halogenleuchtmitteln durch LED können jährlich rund 64 Franken oder gut 4 % der gesamten durchschnittlichen Stromkosten pro Leuchte eingespart werden (vgl. Tabelle). Bei Anschaffungskosten von beispielsweise 50 bis 100 Franken ist die Leuchte nach 1 - 2 Jahren amortisiert.
Energie lässt sich ausserdem einfach sparen, wenn das Licht ausgeschaltet wird, wo es keines braucht.
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Leuchtmittel |
Leistung bei gleicher Leuchtkraft |
1000 Betriebsstunden/Jahr |
Stromkosten/Jahr |
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Halogen-Leuchte |
230 W |
230 kWh |
73.90 CHF |
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LED-Leuchte |
30 W |
30 kWh |
9.60 CHF |
Tabelle: beim durchschnittlichen Strompreis von 32.14 Rp. /kWh spart jede LED-Leuchte gegenüber einer Halogen-Leuchte rund 64 Franken pro Jahr.
Standby vermeiden
Das grösste Sparpotenzial bei Fernseher, Computer und weiteren Geräten der Unterhaltungselektronik bildet das Vermeiden des Standby-Verbrauchs. Viele Geräte sind wohl ausgeschaltet aber nicht vom Netz getrennt und beziehen Tag und Nacht Strom. Dieser Standby-Verbrauch ist der unnötige Energieverlust im
Bereitschafts-, Warte- oder sogar Aus-Zustand eines Geräts und macht in einem Haushalt rund 10 % des Stromverbrauchs aus. Mit einfachen «Abschalthilfen» lassen sich die heimlichen Stromfresser auf Null-Diät setzen. Dazu gehören Steckerleisten, Zeitschaltuhren oder Schaltermäuse.
Einfach und wirksam
Wer die Geräte richtig nutzt, schont bereits das Portemonnaie. Dabei bieten sich eine Vielzahl kleiner, einfacher Verhaltensänderungen, die beim Sparen helfen:
- Beim Geschirrspüler erst den Startknopf zu drücken, wenn die Maschine voll ist. Auf das Vorspülen unter dem Wasserhahn kann verzichtet werden.
- Bei Kühl und Gefriergeräten reicht die Temperatur von 7°C beziehungsweise -18°C. Zudem sind warme Speisen vor dem Einräumen ins Kühl- oder Gefriergerät immer abzukühlen.
- Bei der Waschmaschine gilt: Erst bei voller Trommel in Betrieb setzen, eine tiefe Temperatur und das Sparprogramm wählen. Für das Trocknen der sauberen Wäsche sorgen am energiesparendsten Wind und Sonne im Freien.
- Wer den Backofen braucht, kann aufs Vorheizen verzichten und verwendet am besten Umluft an Stelle Ober und Unterhitze.
- Beim Kochen empfiehlt sich die Pfanne mit dem Deckel zu verwenden, die Grösse des Kochgeschirrs auf die Herdplatte abzustimmen und nach Möglichkeit den Schnellkochtopf einzusetzen
- Sehr energieeffizient sind beiden Spezialgeräte Eier und Wasserkocher.
Jetzt beraten lassen
Mit vielen weiteren Stromspar-Tipps helfen die öffentlichen Energieberatungsstellen des Kantons, die Berater des «eteams», weiter. Ihre Erstberatung ist kostenlos und kann vereinbart werden unter www.eteam-tg.ch.
Die Strompreise 2024 für jede Gemeinde zeigt die folgende Webseite: https://www.strompreis.elcom.admin.ch/
Effizienter Betrieb von Internet-, WLAN- und TV-Boxen: https://www.swisscom.ch/de/privatkunden/hilfe/internet/energiespartipps.html