Informationswirrwarr – Einordnung und Aufruf
Fühlen Sie sich überfordert angesichts der aktuellen Informationslawine zur Mangellage bei der Energieversorgung und zur Krisenvorsorge? Neben der Vervielfachung und Wiederholung der Publikationen und Beiträge zu diesen Themen werden auch falsche bis verantwortungslose Aussagen verbreitet. Dies führt dazu, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger mehr verängstigt und verwirrt als informiert fühlen.
Zu allem (Informations-)Überfluss war in den letzten Tagen auch noch der Flyer des kantonalen Amts für Bevölkerungsschutz und Armee zum Notfall-Treffpunkt (Anlaufstelle im Ereignisfall) im Briefkosten vorzufinden. Im Weiteren wurden Beiträge zu den Aktivitäten der OSTRAL, der Organisation für Stromversorgung in ausserordentlichen Lagen, publiziert. Es ist wichtig zu wissen, dass diese Vorbereitungen und Kampagnen bereits weit im Voraus im Rahmen der «normalen» langfristigen Krisenvorsorge initiiert wurden und keinen direkten Bezug zu den aktuellen Ereignissen haben.
Inzwischen haben uns die kumulierenden Folgen des Ukraine-Kriegs, der grossen Trockenheit und der vorübergehenden Ausserbetriebnahme zahlreicher französischer Atomkraftwerte eingeholt. Neben der enormen Verteuerung der Energieträger besteht die reale Möglichkeit von Versorgungslücken - insbesondere beim Gas, aber auch beim Strom.
Was können Sie tun?
Verfallen Sie nicht in Panik und Angst, aber ignorieren Sie auch nicht die Realität. Das Wichtigste ist, Energie zu sparen. Das gilt ab SOFORT und für ALLE. Essentiell sind Einsparungen beim Heizen und beim Warmwasserverbrauch. Jede Kilowattstunde, die wir heute sparen, verringert die Wahrscheinlichkeit für einen Engpass in den nächsten Monaten. Und führt nebenbei dazu, die Kostensteigerung in Ihrer Energierechnung zu dämpfen. Beachten Sie dazu die aktuelle Informationskampagne des Bundes (www.nicht-verschwenden.ch). Vielen Dank für Ihre Mithilfe.
Gemeinderat Tägerwilen