Literaturwochenende am Untersee
17. und 18. September 2016
Die „Lesungen in historischen Häusern von Tägerwilen bis Steckborn finden dieses Jahr am 17. + 18. September 2016 statt.
Es wird pro Besuch ein Unkostenbeitrag von Fr. 20 / Euro 19 (Studenten Fr. 15 / Euro 12) inklusive Apéro erhoben.
Kartenbestellung unter heidi@walkhoff.ch, 071 672 26 70 oder ab 16.09.2016 direkt bei der Gastgeberin Frau Hannelore Hangarter unter 071 669 15 06.
Die Lesung in Tägerwilen findet statt im Haus
„Rosenau“, Gottlieberstrasse 15, Samstag, 17. September, 17.00 Uhr
Doris Kouba liest aus ihrer Übersetzung von Jakuba Katalpas Roman Die Deutschen – Geographie eines Verlustes, dessen tschechischer Originaltitel Němci sowohl „Deutsche“ als auch „Verstummte“ bedeutet. Die Autorin wagt sich hier an ein Thema, das insbesondere für Tschechen lange tabu war: Vor dem Hintergrund des erstarkenden Nationalsozialismus, des Zweiten Weltkriegs und der Gegenwart erzählt sie die (Familien-)Geschichte dreier deutscher bzw. tschechisch-deutscher Frauen und wirft wichtige Fragen auf nach Vergangenheit, Verlust und Verantwortung.
Jakuba Katalpa gehört zu den jungen tschechischen Literaten, deren Werk kontrovers diskutiert, aber auch bereits preisgekrönt wurde. Sie lebt in der Nähe von Pilsen. Doris Kouba ist eine mehrfach ausgezeichnete literarische Übersetzerin aus dem Englischen und Tschechischen; sie lebt in Hamburg und Prag.
Weitere Lesungen:
Berlingen „Haus zum Gries“, Samstag, 17. September, 20.00 Uhr
Frank Lettenewitsch liest Die Axt von Adolf Jens Koemeda. Eine Novelle über Wut, Mut und die Ohnmacht einem Regime gegenüber, das nur die Sprache der Gewalt kennt.
Ermatingen „Altes Debrunner-Haus“ Sonntag, 18. September 11.00 Uhr
Volker Ranisch stellt ein literarisches Portrait über Theodor Fontane vor. In diesem Künstlerportrait geht es sowohl um Fontanes Werke als auch um den Menschen, der sich hinter diesem grossartigen Dichter verbirgt.
Ermatingen „Breitenstein“, Sonntag, 18. September, 17.00 Uhr
Die Schweizermacher: Zeitgeist. Was ist das? Brauchen wir ihn – oder genauer: Brauchen ihn ein erfolgreicher Film, ein Roman oder ein gutes Gedicht? Haben Die Schweizermacher und Die Blechtrommel mehr gemeinsam als es auf den ersten Blick scheint? Nach einer kurzen Lesung aus Die Schweizermacher werden Rolf Lyssy und Felix Ghezzi über die oben genannten Themen sprechen und auch auf Fragen aus dem Publikum eingehen.
Steckborn „Turmhof“, Sonntag, 18. September, 20.00 Uhr
In nomine diaboli ist der erste gemeinsame Roman des Autorenpaars Monika Küble und Henry Gerlach. Er spielt in den Jahren 1414/1415 in Konstanz, wo zu jener Zeit der grösste Kongress des Mittelalters stattfand: das Konzil. Im Roman werden die turbulenten Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.
Die Gemeinde Tägerwilen unterstützt das Projekt und wünscht allen Besucherinnen und Besuchern ein interessantes Hörerlebnis.
Gemeindeverwaltung Tägerwilen